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Legionellen in der Wasserleitung - Kiel

Aktualisiert am 30.09.2026 · Rohrreinigung Kiel

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Legionellen sind Bakterien, die in Trinkwasserleitungen und Warmwasserspeichern vorkommen können. Sie sind nicht durch Trinken, sondern durch das Einatmen feiner Wassertröpfchen gefährlich - zum Beispiel beim Duschen. In Kiel sind insbesondere Vermieter und Betreiber größerer Gebäude zur regelmäßigen Überprüfung verpflichtet.

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Wann ist das Risiko besonders hoch?

Legionellen vermehren sich am stärksten bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 50 Grad Celsius, in stagnierenden Leitungen und in Warmwasserspeichern mit Ablagerungen oder Biofilmen. Besonders gefährdet sind:

  • Großanlagen ab 400 Litern Speichervolumen oder mehr als 3 Litern Leitungsinhalt zwischen Speicher und Zapfstelle
  • Leitungsabschnitte, die selten genutzt werden (z. B. Gästebäder)
  • Warmwasseranlagen, die unter 60°C betrieben werden

Gesetzliche Prüfpflichten

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) schreibt vor, dass Betreiber zentraler Trinkwassererwärmungsanlagen in Mehrfamilienhäusern und gewerblichen Gebäuden regelmäßig auf Legionellen untersuchen lassen müssen - in der Regel alle 3 Jahre. Für private Einfamilienhäuser besteht keine gesetzliche Untersuchungspflicht, eine Überprüfung kann aber sinnvoll sein.

Schutzmaßnahmen gegen Legionellen

  1. Warmwasser auf mindestens 60°C einstellen: Bei dieser Temperatur sterben Legionellen ab. Kurze thermische Desinfektion (70°C für einige Minuten) kann zusätzlich helfen.
  2. Totleitungen vermeiden: Selten genutzte Leitungsabschnitte regelmäßig durchspülen oder entfernen lassen.
  3. Warmwasserspeicher reinigen: Ablagerungen im Speicher regelmäßig entfernen lassen.
  4. Wasserproben entnehmen lassen: Nur akkreditierte Labore dürfen offizielle Befunde für Legionellen ausstellen.

Was tun bei einem positiven Befund?

Bei einem Legionellenbefall muss umgehend ein Fachbetrieb für Trinkwasserhygiene kontaktiert werden. Mögliche Maßnahmen sind thermische oder chemische Desinfektion der Anlage. Bis zur Freigabe darf die betroffene Anlage nicht für Duschzwecke genutzt werden.

Häufige Fragen

Sind Legionellen in Kieler Trinkwasser ein bekanntes Problem?

Das öffentliche Trinkwasser in Kiel wird regelmäßig kontrolliert und ist sicher. Das Risiko besteht vor allem im Hausinstallationsnetz, nicht im Versorgungsnetz.

Kann ich Legionellen selbst testen?

Es gibt Schnelltests im Handel, diese sind jedoch nicht für offizielle Nachweise geeignet. Für rechtssichere Befunde ist ein akkreditiertes Labor erforderlich.

Wer trägt die Kosten für die Legionellenprüfung?

Als Vermieter oder Betreiber tragen Sie die Prüfkosten. Diese können je nach Anlagengröße und Probenanzahl variieren. Fragen Sie beim lokalen Gesundheitsamt nach anerkannten Prüflaboren in Kiel.

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