Enzymreiniger sind eine umweltfreundliche Alternative zu aggressiven Chemikalien und eignen sich gut für die regelmäßige Pflege von Abflüssen. Die enthaltenen Bakterien und Enzyme bauen organische Ablagerungen wie Fett, Haare und Seifenreste ab - ohne die Rohre zu beschädigen.
Wie funktioniert ein Enzymreiniger im Abfluss?
Enzyme sind biologische Katalysatoren, die organisches Material zersetzen. In Kombination mit Bakterienkulturen bauen sie Biofilm und Fettrückstände in den Rohren kontinuierlich ab. Das Ergebnis: Der Abfluss bleibt länger frei und unangenehme Gerüche werden dauerhaft bekämpft.
Schritt-für-Schritt: Enzymreiniger richtig anwenden
- Abfluss vorspülen: Kurz warmes Wasser laufen lassen, um grobe Ablagerungen zu lösen.
- Produkt dosieren: Die vom Hersteller empfohlene Menge direkt in den Abfluss geben - meist 50 bis 100 ml.
- Einwirkzeit abwarten: Mindestens 6 bis 8 Stunden, idealerweise über Nacht. In dieser Zeit kein Wasser in den Abfluss laufen lassen.
- Nachspülen: Am nächsten Morgen gründlich mit warmem Wasser nachspülen.
- Regelmäßig wiederholen: Für optimale Ergebnisse einmal pro Monat anwenden.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Achten Sie auf Produkte mit lebenden Bakterienkulturen - diese sind deutlich wirksamer als reine Enzymprodukte ohne Bakterien. In Kiel ist hartes Wasser eher selten, das kommt dem biologischen Abbau zugute. Für starke Verstopfungen sind Enzymreiniger allein oft nicht ausreichend; hier sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ein Enzymreiniger wirkt?
Bei leichten Ablagerungen bereits nach einer Nacht. Bei stärkerem Biofilm kann es mehrere Anwendungen über zwei bis drei Wochen dauern, bis ein spürbares Ergebnis eintritt.
Kann ich Enzymreiniger und chemische Reiniger zusammen nutzen?
Nein. Chemische Rohrreiniger töten die Bakterienkulturen ab. Warten Sie nach dem Einsatz von Chemikalien mindestens eine Woche, bevor Sie einen Enzymreiniger verwenden.
Eignet sich der Enzymreiniger auch für Abflüsse im Keller?
Ja, allerdings sollte die Umgebungstemperatur über 10 Grad Celsius liegen, damit die Bakterien aktiv arbeiten können. In kalten Kellern in Kiel kann die Wirkung im Winter deshalb eingeschränkt sein.